Galileo above (automotiveGATE/ railGATE)

Galileo above (automotiveGATE/ railGATE)

Das Projekt "Galileo above" (Anwendungszentrum für bodengebundenen Verkehr) dient der Errichtung der beiden Galileo Test- und Entwicklungsumgebungen automotiveGATE und railGATE. Voraussichtlich im Lauf des Jahres 2013 wird es dort möglich sein, Galileo-Anwendungen speziell für den straßengebundenen Verkehr bzw. den Schienenverkehr schon vor dem Galileo-Betriebsstart zu testen.

automotiveGATE

Im Rahmen der Errichtung eines Automobil-Testzentrums (Aldenhoven Testing Center, ATC) in unmittelbarer Nachbarschaft einer bereits vorhandenen Autobahnteststrecke in Aldenhoven-Siersdorf (bei Aachen) wird parallel dazu das automotiveGATE aufgebaut. Es wird auf der vom ATC eingenommenen Fläche inklusive der angrenzenden Autobahnteststrecke den Empfang von Galileo-Signalen ermöglichen, die wie in GATE und SEA GATE hier über insgesamt sechs Pseudoliten gesendet werden.

Im automotiveGATE können z. B. sehr komplexe Kreuzungssituationen nachgestellt werden. Auch eignet es sich zur Erprobung von Fahrerassistenzsystemen und für Anwendungen für den LKW-Verkehr. So können praxisnah alle relevanten Fahrsituationen wie z. B. Kolonnenfahrt, Abstandsregelung, Kurvenlenkung und -warnung untersucht werden - ohne Behinderung oder Gefährdung des realen Straßenverkehrs.

Weitere Informationen: www.automotivegate.de

railGATE

railGATE wird in Wegberg-Wildenrath (bei Aachen) mit insgesamt acht Pseudoliten sowie Monitor-, Kontroll- und Referenzstation auf dem Gelände des von der Siemens AG betriebenen Prüf- und Validationszentrums für Schienenfahrzeuge errichtet. Das Prüfzentrum verfügt über Gleisanlagen unterschiedlicher Spurweite mit einer Gesamtlänge von etwa 28 Kilometern. Auf zwei Testringen und weiteren Gleisstrecken können verschiedene Fahrsituationen erprobt werden. Im Gegensatz zu einer öffentlichen Eisenbahnstrecke ist es im Prüfzentrum möglich, Tests ohne leit- und sicherungstechnische Einschränkungen durchzuführen. Das ermöglicht eine einfache Reproduktion von Fahrsituationen und Langzeittests.

Bislang wird die Satellitennavigation im Schienenverkehr vorwiegend für Fahrgastinformationssysteme und zur Ladungsverfolgung eingesetzt. Galileo wird die Einsatzmöglichkeiten auf die Bereiche Echtzeit-Fahrzeugführung und Sicherheit ausweiten. So könnten künftig etwa automatische Zielbremsungen der Rangierlokomotive auf stehende Waggons möglich werden.

Das railGATE soll zusätzliche Anreize schaffen, den Einsatz von Satellitennavigation im Bahnsektor zu verbreiten. Mit den Arbeiten zur Errichtung des railGATE wurde Ende 2009 begonnen.

Weitere Informationen: www.railgate.de

Ihr Kontakt zu uns

Dr. Frank-Josef Heßeler
RWTH Aachen Institut für Regelungstechnik
Steinbachstraße 54
52074 Aachen

Telefon: +49 241 80-27500
Telefax: +49 241 80-22296
E-Mail: F.Hesseler@irt.rwth-aachen.de
Internet: www.irt.rwth-aachen.de