Luftfahrt

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Die positiven Effekte der Globalen Satellitennavigationssysteme (GNSS) sind in der Luftfahrt, durch die globale Verfügbarkeit der Satellitennavigationssignale und die gleichbleibende Qualität der Navigation in allen Phasen des Fluges, besonders groß.

Verschiedenste Bereiche der Luftfahrt werden durch GNSS unterstützt. Inzwischen sind Flugzeuge mit dem „Emergency Locator Transmitter“ ELT ausgestattet, welcher im Falle einer Notlage die eigene Position abstrahlt. Mit GALILEO wird die Dauer zur Ortung dieser Signale erheblich verkürzt. Anstelle von Stunden kann dann in wenigen Minuten ein Notsignal registriert werden.

Im Bereich Sicherheit liefert GNSS die Möglichkeit von beweglichen Karten des umgebenden Luftraums. So können Routen effizienter geplant und Risiken minimiert werden. Mit Blick auf den wachsenden Markt der „Unmanned Aerial Vehicle“ UAVs ist eine Umgebungsdarstellung unabdingbar.

 

Bei Landeanflügen kommen zunehmend „Satellite Based Augmentation Systems“ SBAS zum Einsatz. EGNOS heißt das europäische SBAS System, welches Korrektursignale zu GPS und in Zukunft auch zu GALILEO ausstrahlt. Die so verbesserte Genauigkeit erlaubt einen automatisierten Anflug bis hinab zu 200 Fuß Höhe. Dadurch wird kostenintensive Bodeninfrastruktur eingespart und gleichzeitig die Effizienz gesteigert. Dies führt zu weniger Verspätungen, da auch bei schlechtem Wetter eine Landung durchgeführt werden kann.

Durch nicht vorhandene Abschattungen, wie sie in Städten vorkommen können, ist die Verbreitung von Multikonstellations-Receivern bisher sehr gering. Dennoch führt die Einbindung weiterer Konstellationen, wie GALILEO, zu lohnenden Potenzialen, welche gehoben werden sollten. Durch Multikonstellation wird das „Receiver Autonomous Integrety Monitoring“ RAIM ermöglicht. Durch die Absicherung der korrekten Position wird ein automatisierter Landeanflug zu noch geringeren Höhen ermöglicht.