Katastrophenschutz

Katastrophenschutz

Die Nutzung der Satellitennavigation bietet einzigartige Möglichkeiten, Einsätze von Hilfs- und Rettungskräften in verschiedensten Notfallszenarien zu unterstützen. Positionsdaten und Positionsdatenerfassung sind elementar wichtige Werkzeuge für die Einsatzleitung während Großeinsätzen, in denen beispielsweise die Kräfte von Polizei, Feuerwehr, THW und DRK koordiniert werden müssen.

Eine gezielte Koordinierung von unterschiedlichen Kräften oder Einheiten ist in den oft stressigen und gefährlichen Situationen bei Großeinsätzen von besonderer Bedeutung. Im Falle von großen Naturkatastrophen ist davon auszugehen, dass die gewohnte Infrastruktur für Telekommunikation und Transport nicht zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus sind häufig Wasser- und Stromleitungen beschädigt, oder gänzlich zerstört. Als Folge dieser äußeren Umstände kann sich der Rettungseinsatz verzögern oder möglicherweise gar nicht durchgeführt werden. Daher ist es unerlässlich die Basisinfrastruktur schnellstmöglich wieder herzustellen oder in Betrieb zu nehmen, um die Erste Hilfe Maßnahmen für die Opfer zu ermöglichen. Durch seine hohe Zuverlässigkeit wird GALILEO ein wichtiges Instrument werden, um diesen Prozess, auch in Gefahrensituationen und unwegsamen Umgebungen, zu beschleunigen und somit professionelle Katastrophenhilfe noch zuverlässiger und effizienter zu machen.

 

Außerdem bietet GALILEO durch den Public Regulated Service (PRS) ein störresistentes und täuschungssicheres Signal für Hilfskräfte. So ist auch bei bewusster oder unbewusster Störung der frei verfügbaren GNSS-Signale eine zuverlässige Ortung und Navigation durch PRS möglich.

GALILEO und EGNOS können auch präventiv eingesetzt werden, zum Beispiel zur Überwachung von Anlagen, Dämmen und Brücken. In Kombination mit den Lageinformationen aus der europäischen Erdbeobachtung (GMES) lassen sich so Gefahrensituationen vorhersagen und es kann frühzeitig reagiert werden.